13. August 2010 – 14:34
Factoring bedeutet laut Definition einen immer wiederkehrenden Kauf der Forderungen aus Warengeschäften oder Dienstleistungen. Es erfolgt gegen eine direkte Bezahlung des Kaufpreises, mit dem auch der Ausfallrisiko durch den Factor übernommen wird. Als ein Anschlusskunde beim Factoring verkauft man die offenen Forderungen an den Factor, wobei es sich in den meisten Fällen um das Full Service Factoring handelt. Bei der Art der Absicherung werden 3 Funktionen vereint – die Finanzierung, die Versicherung der Forderungsausfälle und das Auslagern des Debitorenmanagements. Das deutsche Factoring Markt bietet aber noch viele andere Varianten – die Rede ist von dem Stillen-, Reversen- und sogar unechten Factoring. Es gibt unterschiedliche Anbieter, die sich auf die eine oder die andere Variante spezialisiert haben und können so die Wünsche der Kunden ganz spezifisch erfüllt werden. Die meisten Mittelständler stellen die Finanzierung der Forderungen, die ihre Liquidität sichert in den Vordergrund, deswegen wird es meistens nach der Full-Service Dienstleistung gesucht. Das macht die Anschlusskunden liquider und das lässt sie die möglichen Einkaufsvorteile wie Skonti nutzen. Auch das Outsourcing – das Debitorenmanagement wird an den Factor übergeben – wird mit der dazugehörigen Debitorenbuchhaltung und mit dem Mahnwesen von vielen Unternehmen sehr gut geschätzt. So kann man sich die Liquidität sichern und auch erhöhen. Viele fragen sich, welche Zielgruppen das Factoring am meisten anspricht. Dieses kann nämlich von fast allen Branchen genutzt werden, unter anderem von den Unternehmen im Maschinenbau, in der Elektrotechnik oder der Automotive, Personaldienstleister, Speditionen, Kunststoffindustrie, Chemieindustrie oder produzierendes Gewerbe, Distributoren und Dienstleister.
Die Beliebtheit des Factorings steigt
Es gibt nicht wenige, die sich die Frage stellen, was das Factoring vor allem bei den mittelständischen Unternehmen so beliebt macht. Es gibt nämlich immer mehrere Firmen, die nach günstigen Factoring und nach den Finanzierungslösungen suchen, die für den Mittelstand günstig sind, denn sie brauchen schnell Liquidität und die Forderungsausfälle können nur schwer verkraftet werden. Doch wo findet man Factoring Anbieter oder sogar eine Factoring Bank? Es wird zwischen dem stillen Factoring, halb-offenem Factoring, offenen Factoring und geschlossenen Factoring unterschieden. Alles ist damit verbunden, dass es nicht jedem Kunden klar sein sollte, dass der Lieferant den Factoring Anbieter hat, denn es schreckt viele Kunden ab und die meisten haben sogar die Vorurteile gegenüber Factoring Unternehmen, was für diese einen großen Nachteil bedeutet. Die Factoring Kosten variieren in deren Höhe und nicht wenige Firmen vergleichen zuerst die Factoring Unternehmen miteinander, bevor sie sich endgültig auf die Angebotssuche begeben. Der Verkauf der Forderungen nennt sich auch Forderungsabtretung oder Forderungen abtreten. Diejenigen, die die abgetretenen Forderungen ankaufen, werden Factor oder Factoring Anbieter genannt. Forderungsverkauf hat sich zu einem regelrechten Trend entwickelt und immer mehrere Unternehmen betreiben es. Der Forderungsankauf ist natürlich nicht risikofrei, doch es gibt diesbezüglich Versicherungen, die so was vermeiden können. Die Reaktionen der Kunden auf Factoring sind unterschiedlich, denn manche fürchten, dass sie so den persönlichen Kontakt verlieren und das der Einzug der Forderung komplett anders verläuft. Was die Kulanz bei einem Factor angeht, ist die meist nicht so hoch, denn der Factor geht mit den Kunden keine richtigen Geschäftsbeziehungen ein, diese sind nur mittelbar.
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